Beratung im Rahmen von Pränataler Diagnostik

Während der PND und in der Wartezeit: Halt in einer unsicheren Situation
Viele Eltern erleben die Zeit rund um die Untersuchungen, besonders die Wartezeit auf Ergebnisse, als sehr belastend. Gedanken und Ängste kreisen, während man gleichzeitig funktionieren soll.

Die psychosoziale Beratung hilft Ihnen,

  • mit der Unsicherheit besser umzugehen,
  • Ängste zu sortieren und/oder zu beruhigen,
  • eigene Kraftquellen wiederzufinden,
  • mit Ihrem/Ihrer Partnerin im Gespräch zu bleiben,
  • sich nicht allein mit Ihren Sorgen fühlen zu müssen.

Sie haben hier Raum, alles auszusprechen, was Sie bewegt – ohne bewertet zu werden.

 

Nach einem auffälligen Befund: Begleitung in einer schweren Zeit
Ein auffälliger Befund kann ein Schock sein. Viele Eltern beschreiben diese Situation als überfordernd – voller Gefühle wie Angst, Trauer, Wut oder Hilflosigkeit.

Die psychosoziale Beratung unterstützt Sie behutsam dabei,

  • den Befund besser zu verstehen,
  • die Fülle an Informationen zu ordnen,
  • Ihre Gedanken und Gefühle auszusprechen,
  • Ihren eigenen Weg zu finden.

Niemand erwartet, dass Sie sofort eine Entscheidung treffen. Sie dürfen sich Zeit lassen.

 

Wie kann es nach der Diagnose weitergehen?
Die Beratung begleitet Sie einfühlsam und ohne Druck – ganz unabhängig davon, welche Entscheidung Sie treffen.

Die Schwangerschaft fortsetzen

Eltern können sich dafür entscheiden, die Schwangerschaft weiterzutragen.
Dann geht es darum,

  • zu verstehen, was die Diagnose für Ihr Kind bedeuten kann,
  • Unterstützungsmöglichkeiten kennenzulernen (z.B. Frühförderstellen, Familienhilfen),
  • Schritt für Schritt in die neue Situation hineinzuwachsen.
Ein Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation

Manche Eltern kommen zu dem Schluss, dass sie einen Abbruch in Erwägung ziehen. In der Beratung können Sie:

  • über Ihre Sorgen, Zweifel und Gefühle sprechen,
  • sich über den Ablauf und die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren,
  • sich auf die Zeit danach vorbereiten und Trauer begleiten lassen.

Hier gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“ – nur das, was für Sie stimmig und tragbar ist.

Eine palliative Geburt

Wenn das Kind eine lebensverkürzende Erkrankung hat, entscheiden sich einige Eltern für eine palliative Geburt. Das bedeutet:

  • Das Baby wird liebevoll begleitet – ohne belastende medizinische Maßnahmen.
  • Die gemeinsame Zeit, so lange sie dauert, steht im Mittelpunkt.

Die Beratung hilft Ihnen,

  • Wünsche für die Geburt zu formulieren,
  • sich auf die besondere Zeit vorzubereiten,
  • in Ihrer Trauer gehalten zu werden.

Nach der Entscheidung: Weitergehen – in Ihrem Tempo
Auch nach Ihrer Entscheidung geht die Unterstützung weiter.
Sie können Begleitung erhalten bei:

  • Trauer und Abschied,
  • der Rückkehr in den Alltag,
  • Belastungen in der Partnerschaft,
  • dem Umgang mit Familie, Freundeskreis und Umfeld.

Niemand muss diesen Weg allein gehen.